Umgekehrte Hypothek nur in Ausnahmefällen

admin am 22. Juli 2009

Mir der umgekehrten Hypothek wurde ein relativ neues Finanzierungsinstrument im Bereich Bau geschaffen, das insbesondere Rentnern einen finanziellen Zuschuss verschaffen soll. Die Idee existierte bereits seit einiger Zeit, jedoch raten Experten zunehmend davon ab und kritisieren die hohen Risiken des Modells. Einige Banken bieten diese Finanzierungsart zunehmend offensiv an.

Budgetaufstockung für Rentenempfänger

Grundsätzlich funktioniert das Prinzip ähnlich wie die Finanzierung. Allerdings wird bei der umgekehrten Hypothek das schuldenfreie Haus der Bank beliehen, dafür fallen jedoch weder Zins noch Tilgung an, sondern dem Kunden wird ein monatlicher Betrag auf sein Konto ausbezahlt. Zinsen, die die Bank aufwenden müssen, sind für diese Finanzierung nicht vorgesehen – sie wird von den Banken eher als Dienstleistung am Bankkunden verstanden. Somit wächst die Hypothek, der zu Anfang festgelegte Wert der Immobilie sinkt und es entstehen Schulden. Haupt-Zielgruppe sind Rentner mit einem schmalen Einkommen, die sich auf diesem Weg weiterhin das Eigenheim finanzieren können. Denn die oft knappe Rente kann kaum unvorhersehbare Kosten abfangen, wie zum Beispiel Pflegedienste oder Haushaltsanschaffungen.

Letzte Alternative

Die Entscheidung für diese Kreditart sollte gut bedacht sein, denn die entstehenden Schulden können in der Regel nicht von den Immobilien-Inhabern selbst zurückbezahlt werden, sondern gegebenenfalls von deren Kinder. Diese können im Todesfall oder bei Übergang in ein Heim die Immobilie wiederum umfinanzieren oder zurückkaufen. Ist dies nicht möglich, so wird das Haus versteigert oder verkauft, die Resterlöse gehen den Erbberechtigten dann in entsprechender Höhe zu. Auch eine fallende Wertentwicklung der Immobilie kann sich negativ auf das Vorhaben auswirken. In jedem Fall sollte dieser Schritt gut überlegt sein und nur im tatsächlichen Bedarfsfall in Erwägung gezogen werden.

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