Vorsicht vor versteckten Provisionen
admin am 5. Juli 2010
In der Öffentlichkeit und in den Medien wurde viel darüber diskutiert: Banken und Finanzdienstleistern wird nachgesagt, dass sie durch bestimmte Tricks versteckte Provisionen an ihren Kunden verdienen können. Inwiefern das tatsächlich auf alle Kreditinstitute zutrifft, ist dabei ungeklärt.
Wenn Banken ihren Kunden ein Angebot für eine Baufinanzierung unterbreiten, sollte Transparenz das oberste Gebot sein. Denn kennt der Kunde den gültigen Zinssatz, dann kann er leicht ausrechnen, ob seine Bank unrechtmäßig Provisionen erhalten hat. Wissen muss er dazu neben dem Zinssatz lediglich die Höhe der Tilgung und der monatlichen Rate sowie die Höhe der Restschuld am Ende der Laufzeit.
Für Kunden ebenfalls ärgerlich sind undurchschaubare Modelle zur Baufinanzierung, welche von Banken oftmals mit Bausparsofort-Darlehen angeboten werden. In vielen Fällen werden hier verschiedene Anlage- und Kreditmodelle undurchsichtig miteinander kombiniert, so dass nicht einmal Fachmänner sich durchschauen können. Angelockt durch günstige Zinsen steigen viele Kunden auf derartige Angebote ein, ohne einen genauen Durchblick zu haben.
Bis die günstigen Zinsen des Bausparvertrages sich auswirken, benötigen die Kunden eine Zwischenfinanzierung, bei der die Zinsen in den meisten Fällen nicht nur erheblich höher ausfallen, sondern darüber hinaus nicht getilgt sind. Dadurch zahlen die Bausparkunden hohe Zinsen, obwohl sie zeitgleich ihren eigenen Bausparvertrag niedrig verzinsen müssen.
Derartige Finanzierungsangebote können von Kunden ebenfalls mit Blick auf die Restschulden durchschaut werden. Auf diese Weise lässt sich das Angebot besser vergleichen und auch hier können so versteckte Provisionen ausfindig gemacht werden.
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