Heim ohne Hindernisse
admin am 25. August 2010
Beim Bau des Eigenheimes gilt es einiges zu berücksichtigen. Die meisten Menschen bauen in jungen Jahren und achten darauf, dass ihr Eigenheim familienfreundlich ist, ausreichend Platz für den Nachwuchs bietet und eventuell auch noch Kapazitäten für weiteren Familienzuwachs. So weit voraus schaffen die Menschen es noch zu planen. Doch was, wenn die Kinder schon groß sind und aus dem Haus. Passt das Heim auch noch zu den Ansprüchen, die man mit gestiegenem Alter hat?
Neue Anforderungen
Denn wenn man älter wird, ändern sich die Bedürfnisse. Das kann der Wunsch nach kürzeren Wegen innerhalb des Hauses sein, ein Grund, warum oft die Räume neu aufgeteilt werden und einige der Kinderzimmer neue Verwendungen erhalten oder sogar untervermietet werden. Oder aber man steht auf einmal vor der schicken Wendeltreppe, die mal der ganze Stolz des innenarchitektonischen Amateurs gewesen ist und fragt sich wie man da in einigen Jahren noch ohne Treppenlift hochkommen soll. Denn bis zu der Zeit, wo man in seiner Mobilität eingeschränkt sein würde hat man nicht gedacht. Zu verdenken ist das keinem, wer will schon in jungen Jahren darüber nachdenken, dass man irgendwann nicht mehr körperlich fit genug ist um lange Wege mühelos zurückzulegen, über den Badewannenrand zu klettern oder die Stufen vor dem Haus mit schwungvollen Schritten zu nehmen? Vielleicht hätten sich die verschiedenen Bedürfnisphasen auch sowieso nicht miteinander vereinbaren lassen und damit die einzelnen Anforderungen an den Bau des eigenen Hauses nicht unter einen Hut bringen lassen, selbst wenn man daran gedacht hätte. Trotzdem sollte man bei einem Neubau überlegen, wie man die Voraussetzungen für einen späteren Umbau möglichst ideal schaffen kann.
Zweite Bauphase
So sehen sich viele im fortgeschrittenen Alter einer Art zweiten Bauphase gegenüber. Noch einmal werden Ideen, Kräfte und Mittel mobilisiert um das Heim so umzubauen, dass es den eingeschränkten Möglichkeiten und dem neuen Bedarf der Bewohner gerecht wird. Auch hier stellt sich natürlich die Frage nach der Finanzierung, denn solche Umbauten können ganz schön kostspielig werden. Häufig gibt der Staat in solchen Fällen etwas dazu. Ähnlich wie beim Immobilienkauf oder beim Neubau, kann auch für den Umbau eines Eigenheims, ob Wohnung oder Haus, ein Zuschuss, sowie günstige Baufinanzierungsdarlegen beantragt werden. Dabei muss nicht nachgewiesen werden, dass der Umbau zwingend notwendig ist, denn der Umbau zu Barrierefreiheit ist auch für zukünftige Mieter oder Käufer eines Objektes eine zukunftsorientierte Investition. Ähnlich wie bei der Planung des Neubaus sollte man auch hier schon darauf achten, die Weichen zu stellen um die Möglichkeiten zu einem Rückbau der Umbauten offen zu halten. Sollte man nämlich doch irgendwann eine kleinere Wohnung beziehen wollen, statt das Haus zu halten, könnten fest installierte Umbauten wie Rampen u.ä. den Wert für einen abermals anderen Bedarf mindern.
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