EU-Richtlinie: Mehr Transparenz bei den Krediten
admin am 27. August 2010
Für viele deutsche Verbraucher gleicht der Markt für Baufinanzierung einem scheinbar undurchschaubaren Tarifdschungel, in dem nur schwer der Durchblick möglich ist. Die Europäische Union hat nun einen neue Richtlinie beschlossen, die für mehr Transparenz sorgen soll. Unter anderem soll die Beratungsstruktur vereinfacht und verständlicher gestaltet werden.
Anforderungen der Banken an den Kreditnehmer
Wenn es um die Vergabe von Krediten geht, stellen die deutschen Banken harte Bedingungen an die Kreditnehmer. Dabei ist bereits der Kreditantrag eine so komplexe Angelegenheit, dass viele Verbraucher beinahe Abendkurs oder einen Fernlehrgang benötigen, um die Antragsformulare zu verstehen. Nicht wenige Verbraucher beurteilen die Beratungsleistungen der Kreditinstitute. Wer die verschiedenen Kreditangebote nicht versteht, kann die Konditionen unterschiedlicher Anbieter nicht vergleichen und zudem nicht einschätzen, welche Angebote für ihn sinnvoll sind. Die EU-Kommission hat aus diesem Grund eine neue Verbraucherkreditrichtlinie erlassen, um die Konditionen der Baufinanzierung für die Verbraucher übersichtlicher und verständlicher zu gestalten. So ist in einem ersten Schritt ein standardisiertes Formular geplant, auf dem alle notwendigen Informationen zur Beantragung festgehalten sind.
Einheitliche Berechnungsgrundlage
Darüber hinaus plant die Kommission die Einführung einer einheitlichen Formel zur Berechnung des effektiven Jahreszinses. Künftig sollen alle Banken ihre Kredite auf der selben Grundlage erstellen und den Kunden somit die bessere Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Konditionen ermöglichen.
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